Teenage Make-up: Warum es nicht um Schminke geht – sondern um Selbsterkenntnis
Und plötzlich ist sie da, diese neue Phase: deine kleine Tochter ist 14.
Und auf einmal findet sie ihre Nase zu groß, ihre Haut schwierig, ihre Haare „einfach falsch“.
Du schaust sie an und denkst: Ich sehe doch immer noch mein wunderschönes Kind.
Aber sie schaut in den Spiegel und sieht etwas ganz anderes als du.
Willkommen in der Pubertät.
Willkommen im inneren Umbruch.
Natürlich sucht sie Antworten.
Und natürlich findet sie diese dort, wo wir Mütter sie am wenigsten haben wollen: auf Social Media.
TikTok. Instagram. YouTube.
Gesichter, die sich vor ihren Augen verwandeln.
Vorher – nachher.
Wow-Effekt. Schock. Faszination.
Und ja: Auch wir Erwachsenen schauen hin.
Auch wir lassen uns inspirieren, berieseln und beeindrucken.
Selbst ich als Profi denke manchmal: „Krass, was alles möglich ist.“
Aber der Unterschied ist: Wir können einordnen. Sie nicht.
Denn was passiert denn, wenn ein junges Mädchen täglich sieht, wie Gesichter „optimiert“ werden?
Sie kann nicht einschätzen, wie sie plötzlich behandelt wird, weil sie aussieht wie 18 (aber innerlich noch Kind ist). Erwartungshaltungen von außen steigen, und das nicht nur in Bezug auf Sexualität.
Sie merkt auch nicht, wie sich ihr Schönheitsbild schleichend verschiebt und wie der innere Druck wächst auch so aussehen zu wollen. Weil plötzlich alle aussehen wie 25 jährige Kardashians. Auch die 60-Jährigen.
Sie weiß nicht, dass Filter, Botox, künstliche Wimpern und Beauty-Eingriffe längst Normalität sind. Es wird zu ihrer Realität und plötzlich findet sie, dass die Normales um sie herum langweilig sind.
Sie sucht im Außen, was nur im Innen entstehen kann.
Und sie erkennt nicht, dass Social Media vor allem eines ist: Werbung. Für Produkte, für Weltanschauung, für Dienstleistung.
Wir wissen das.
Sie nicht.
Also reagieren wir (verständlicherweise) falsch.
Wir reden es schlecht.
„Das hast du doch nicht nötig.“
„Wen willst du denn beeindrucken?“
„In deinem Alter…“
Oder wir verbieten.
Vielleicht aus Angst oder aus Hilflosigkeit. Vor allem aber aus Liebe.
Und dann passiert das, was immer passiert:
Sie konsumiert heimlich.
Sie grenzt sich ab.
Sie macht es irgendwann gegen dich und nicht für sich.
Am Ende haben alle verloren. Vor allem die 14-Jährige.
Denn die Frage ist nicht, ob sie sich schminken wird.
Die Frage ist nur: Von wem lernt sie es?
Und jetzt kommt der unbequeme Teil – besonders für Mütter:
Ihr seid die falschen Ratgeber.
Nicht, weil sie euch nicht liebt, sondern weil ihr zu nah dran seid.
Weil Abgrenzung in diesem Alter ein natürlicher Prozess ist.
Und (seien wir ehrlich): weil die meisten Mütter schlicht nicht schminken können.
Was Teenager brauchen, ist keine weitere Meinung.
Sondern einen neutralen Raum. Und eine erwachsene Instanz, die weder bewertet noch kontrolliert.
Jemanden, der ernst nimmt, was sie beschäftigt.
Genau hier komme ich ins Spiel.
Ich lehre Make-up weder als Verkleidung.
Sondern als Werkzeug zur Selbsterkenntnis.
Ich arbeite mit Physiognomie, also mit dem echten Gesicht, den echten Formen, den echten Proportionen.
Ich benenne Trends und ordne sie ein wie sie in echt rüberkommen.
Ich verkaufe keine Produkte, sondern befähige selbst eine kluge Wahl zu treffen.
Ich sage niemals „so solltest du aussehen“, sondern “schau hin wie wundervoll du bist und wie du aufblühst, wenn du du bist”.
Ich gebe Teenagern genau das, was sie wollen:
Technik. Sicherheit. Können.
Und gleichzeitig genau das, was Eltern sich wünschen:
Bewusstsein. Einordnung. Selbstwert.
Mein Videokurs “Make-up First Steps”ist dafür ideal.
Denn Teenager lernen heute nicht im Wohnzimmer am Küchentisch.
Sie lernen in ihrer Höhle.
Online. In ihrem Tempo.
Allein mit ihren Gedanken. Ohne Fremdbestimmung.
Sie können pausieren. Wiederholen. Ausprobieren.
Sie können, dürfen und müssen Fehler machen. Und zwar ohne Publikum.
Und sie können ihre Erfahrungen mit Freundinnen teilen, statt sich gegenseitig zu vergleichen.
Make-up wird so kein Mittel zur Flucht.
Sondern ein Prozess des Erwachsenwerdens.
Denn es geht nicht darum, sich zu verändern, um anders zu sein.
Es geht darum, sich zu erkennen, um bei sich zu bleiben.
Und das ist eine Verantwortung, die wir als Erwachsene nicht abgeben dürfen, sondern klug begleiten sollten. MÜSSEN.
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Hi, ich bin Anja Kühn.
Internationale Hair & Make-up Artist mit über 25 Jahren Berufserfahrung.
Mein Kurs „Makeup First Steps“ richtet sich an Teenager und an Eltern, die begleiten wollen, statt zu belehren.
Es geht um Technik, Farben, Formen, sinnvolle Produktwahl, die tatsächliche Wirkung von Styling –
und darum, Social Media einordnen zu können, ohne sich darin zu verlieren.
Nicht gegen Make-up.
Sondern für ein starkes Selbstbild.